WIR ERÖFFNEN EINE HERBERGE !!!

hiking-2042599__480

Ich freue mich wie Bolle es endlich bekannt zu geben, das ich mir gemeinsam mit meinem Herzensmensch den Traum einer Herberge erfüllen werde.
Wir gehen ab sofort in die Planung und recherchieren gerade alles was es brauch, um uns unseren Traum zu erfüllen.
Das alles ist kein Projekt, entstanden von heut auf morgen, sondern ist gut durchdacht, lang ersehnt und soll unsere Zukunft werden.
Da wir wissen das all das Zeit braucht, haben wir uns für eine Eröffnung spätestens im Frühjahr 2021 entschieden. Bis dahin würden wir gerne alle Follower herzlich dazu einladen uns bei unserem Weg zur eigenen Herberge zu begleiten.

Wer von euch gerade unterwegs ist, darf gerne Bilder von frei stehenden Häusern mit uns teilen. Denn wer weiß, vielleicht ist es genau das Schmuckstück was wir suchen.

Wir möchten eine Herberge auf Spendenbasis eröffnen für 15 bis 20 Pilger. Dazu möchten wir besonders Pilgern mit Hunden eine Unterkunft bieten, da ich selber weiß wie schwierig sich das Pilgern mit der Fellnase gestaltet. Deswegen ist ein großer Garten, ein absolutes Muss. Auch für all die Pilger die mit Zelten unterwegs sind und Platz für ein großes allabendliches Lagerfeuer.

Ach Leute, während ich euch gerade davon erzähle, pocht mein Herz und gibt mir damit das Zeichen, das es genau die richtige Entscheidung ist diesen Weg zu gehen. Auch wenn es noch eine Weile dauern wird. Allein die Planung erfüllt mich mit ganz viel Licht und Glückseligkeit.

Wir freuen uns über alle die uns begleiten und wer weiß, vielleicht begrüßen wir den ein oder anderen in der Zukunft in unserem Pilger Häusschen.

Herzliche Grüße und BUEN CAMINO
Folgt uns gerne auch auf Facebook

Werbeanzeigen

Wir haben ein Crowdfunding Projekt

Liebe Follower, nachdem wir öffentlich unser Herzensprojekt vorgestellt haben, sind viele tolle Menschen auf uns zu gekommen.

Jede Menge wertvoller Tipps erreichten uns. Unter anderem der Tipp des Crowdfunding. Beim Crowdfunding kann man seine Idee einer breiten Masse präsentieren und somit Menschen die Möglichkeit geben ein Projekt zu unterstützen.

Anfangs dachte ich: Hmmm, um Geld bitten fühlt sich komisch an. Aber dann fühlte ich das es eine tolle Möglichkeit für uns ist. Denn auch wenn wir ein gewisses Budget haben, heisst das nicht das wir einen Goldesel haben der uns damit unendlich versorgt. Falls jemand einen übrig hat – wir nehmen ihn gerne in Obhut😁

Also haben wir uns dazu entschieden ein Crowdfunding Projekt zu eröffnen. Jeder der will kann von 1€ bis ???? spenden und wird somit Teil des Ganzen😍

Alles was dort zusammen kommt, werden wir in den Ausbau und in das Inventar der Herberge stecken.

Den Link zur Seite findet ihr hier:

Projekt Casa de Saguisa

Über das Crowdfunding Projekt informieren wir natürlich auch immer über den Stand der Dinge.

Zudem freuen wir uns auch über Hilfe jeglicher Art. ❤❤❤

⭐Gemeinsam macht sich ja bekanntlich immer besser als einsam. ⭐

In diesen Sinne. Alles Liebe und

BUEN CAMINO

Was bleibt, ist die Erinnerung…und eine Idee😀

 

Seit heute Nacht sind wir wieder zu Hause und ich komme aus meinem Bett nicht raus. Meine Gefühle sind ein Gemisch aus Traurigkeit, Freude und irgendetwas anderes. Ich fühle mich ein wenig leer und habe zu nichts Lust.
Am liebsten würde ich direkt mit der Planung meines nächsten Caminos beginnen.😊 Und das obwohl die Füsse schmerzen. Ja es dauert wohl eine Weile bis man wieder angekommen ist.

Heute habe ich den ganzen Tag damit verbracht mir all meine Bilder anzuschauen und in Erinnerungen zu schwellgen… Und dabei kam mir eine Idee die euch hoffentlich genauso gut gefällt wie mir.😀 Ich würde euch gerne mit einem Jahreskalender mit Bildern unseres Caminos eine Freude machen und gleichzeitig einer Organisation etwas gutes tun. Natürlich habe ich kein goldenes Schwein zuhause das es mir ermöglicht alles zu verschenken. Die Material und Portokosten liegen bei circa 19 euro. Alles was ihr darüber hinaus bereit wärt zu zahlen geht als Spende an eine Tiernotrettung. Umso mehr Leute sich über einen Kalender freuen würden umso günstiger werden auch die Herstellungskosten und umso mehr bekommen die Tierretter.

Wenn ich dein Interesse geweckt habe, schreib mir eine Nachricht bis zum 30.ten September2016. Ich würde mich sehr freuen.😀 Ihr könnt mich auch bei Facebook unter Sandra Wesolek erreichen…

Ich werde mich jetzt wieder in meine Decke murmeln, meinen Tee schlürfen und Reisen, durch die Erinnerungen meines Caminos💖🐾💖👣

Seit herzlich gegrüsst…🐾💖👣

Von Santiago zurück… (Teil2)

Nachdem wir es uns im Zug bequem gemacht hatten genossen wir die schöne Aussicht. Circa 4h fuhren wir nach Oviedo. Von hier wollten wir weiter in Richtung Santander. Doch der Abendzug um 18Uhr fuhr nur bis nach Llanes. Um zehn Uhr abends in einer Großstadt anzukommen fanden wir blöd. Zudem es sicherlich schwierig war im die Uhrzeit einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Wir entschieden uns eine Station vorher in Poo auszusteigen. Dieses kleine hübsche Örtchen befindet sich auch auf dem Jakobsweg. Dort gibt es eine alte Kirche, hinter der wir unser Zelt aufschlugen.

Der nächste Zug ging um 11.15 am nächsten Tag und so schliefen wir aus und machten uns entspannt auf den Weg zum süßesten Bahnhof aller Zeiten.

Im Supermarkt deckten wir uns mit Proviant ein und schwupp di wupp saßen wir wieder im Zug. 
Nach einer Weile sollten wir alle aussteigen. Der Zug war defekt und es ginge mit dem Bus weiter sagte man uns. Ich dachte nur bei mir, BUS??? Und rannte zum Schaffner. Hunde waren im Bus nämlich tabu und so wurde ich zunehmend nervöser. Der Schaffner sprach mit dem Busfahrer und Santo durfte einsteigen. Glück gehabt…Der Zeitplan des Zuges kam ordentlich ins wanken. Wir wollten auf jeden Fall den Zug nach Bilbao erwischen der um 14Uhr von Santander fuhr. Um 14.03 erreichten wir den Bahnhof…wir rannten so schnell wir konnten und schafften es gerade so. Das war sicherlich der Gemütlichkeit der Spanier zu verdanken. Denn mit uns, nur nicht so hektisch 😊, stieg auch seelenruhig der Schaffner ein. Geschafft!!!😊 

In Bilbao wechselten wir den Bahnhof und stiegen in den Zug in Richtung Irun. Auch hier sind Hunde kein Problem. Da unser Zug nach Paris erst am ersten September geht, entschieden wir uns in Zarautz auszusteigen. Hier waren wir ziemlich zu Beginn unseres Caminos auf einem schönen Campingplatz. Wir beschlossen uns dort noch ein paar schöne Tage zu machen bevor es dann tatsächlich wieder in die Heimat geht. 

Wir stellten unser Zelt an genau dem gleichen Platz auf und auch Santo schien sich zu erinnern schon hier gewesen zu sein. Es ist ein tolles Gefühl sich zu erinnern. Manno meter was waren wir fertig als wir hier vor ein paar Wochen ankamen.😂 Es war mega heiß an diesem Tag und wir drei waren fix und foxi. 

Auch die Erinnerungen während der Zugfahrt haben uns immer wieder zum Lachen gebracht. Es war die richtige Entscheidung auf diesem Wege in den Alltag zurück zu kehren. Naja, eine Alternative gab’s ja eh nicht.😂 

Wir verbrachten zwei schöne erholsame Tage und genossen die restliche Zeit in vollen Zügen. Santo tobte am Meer und wir tankten nochmal Sonne.

Wir lernten Martina und ihre zwei Fellnasen Anouk und Danger kennen. Wie sich herausstellte wollte sie von hier ihren Jakobsweg starten. Sie freute sich sehr über die hilfreichen Tipps die ich ihr geben konnte. Zusammen mit unseren Fellnasen genossen wir unseren letzten Sonnenuntergang über Zarautz. 

Am nächsten Morgen besuchte ich die drei nochmal. Martina war sichtlich aufgeregt. Das konnte ich sehr gut nachvollziehen. Nach ein paar letzten Tipps verabschiedete ich die Drei mit einem herzlichen Buen Camino und schaute ihnen ein wenig wehmütig hinter her .

Wo für uns das Abenteuer endet, geht es für die Drei jetzt los. 

Buen Camino ihr Lieben….ich wünsche euch eine wundervolle Reise.💖

Bei uns geht es weiter in Richtung Irun. Heute Abend um 19.30 geht’s mit dem Nachtzug nach Paris und dann weiter nach Berlin. In der Nacht zu Samstag werden wir Zuhause ankommen und zurück sein im ganz normalen Wahnsinn.😊

Ich danke all denen die uns auf unserer Reise begleitet haben. Es freut mich wirklich sehr, das ich euch mit meinen Berichten eine Freude gemacht habe.

Ich drücke euch alle in Gedanken und wünsche jedem Einzelnen von Herzen nur das Beste. 💖

Ein letztes Mal….

BUEN CAMINO💖🐾💖👣

Von Santiago zurück…(Teil1)

Den Tag in Santiago haben wir damit verbracht uns in das bequeme Hotelbett zu lümmeln. Obwohl der Himmel sich mittlerweile wieder im strahlendem blau zeigte, waren wir viel zu müde um irgendetwas zu unternehmen. Santo verkrümelte sich unters Bett und gab die nächsten vier Stunden keinen Mucks von sich. 😀 
Nach einem langen Mittagsschlaf machte ich mich auf zum Bahnhof und kam zurück mit schlechten Nachrichten. Der Mann am Schalter versicherte mir dass es nicht eine klitze kleine Chance gäbe mit dem Zug nach Ferrol zu kommen. Mit Hund!!! Denn genau dort mussten wir hin um in den Chuchu Richtung Irun zu steigen. Zurück im Hostal fragte ich die Hostalmama um Rat. Die im übrigen eine zauberhafte Frau war und zudem sehr tierlieb. Ihr Hostal ist wohl das einzige in Santiago was Hunde erlaubt und auch sie versteht die ganze Handhabung mit der Hundegeschichte hier in Spanien nicht und nennt es ein riesen Desaster. Sie telefonierte mit einer bekannten Taxifahrerin und erhielt das Angebot für 95euro bis nach Ferrol . Das war uns viel zu teuer, aber immerhin eine Option. 

Ich lümmelte mich ins Bett und fing an zu googeln . Über Blabla Car fand ich einige Fahrten. Allerdings sollte man sich auf der spanischen Seite einloggen, denn während die deutsche Seite mir ganze zwei Möglichkeiten anzeigte, waren es auf der spanischen mehr als das doppelte. Fast alle vermerkten das Symol „keine Hunde“. Ich habe sie trotzdem alle angeschrieben und von einigen dennoch ein Ok bekommen.Es gab sogar Fahrten bis nach Bilbao oder Gijon, nur leider nicht für den nächsten Tag. Letzendlich fanden wir Paula. Sie wollte an diesem Wochenende ihre Eltern in Ferrol besuchen und freute sich uns mitnehmen zu können. Sie erzählte mir, das auf Grund der Mautgebühr diese Strecke sehr oft angeboten wird. 

Bevor es am nächsten Tag um 16.30 los ging, trafen wir unseren Freund Philip wieder. In der Altstadt schlemmten wir einen äußerst leckeren Pulposalat und lachten über gemeinsame Erlebnisse. Zum Abschluss lud uns Philip noch auf ein Eis ein und dann hieß es Abschied nehmen, von einem ganz besonderen Menschen. Auch durch ihn, ist unser Camino zu etwas besonderem geworden

Um 18 Uhr erreichten wir glücklich den Bahnhof von Ferrol. Und um 19Uhr fuhr noch ein Zug nach Ribadeo und in den stiegen wir auch. Ribadeo kannten wir vom Camino und so wussten wir auch wo wir unser Zelt aufstellen konnten. Gegen 23Uhr waren wir da und schlemmten in der Altstadt erstmal eine leckere Pizza auf der Parkbank. Die Spanier guckten uns etwas komisch an, denn um diese Uhrzeit sieht man hier meist keine Pilger.😂 Gegen eins hatten wir unser Nachtlager an der öffentlichen Herberge aufgeschlagen. Hier waren wir vor 12Tagen schonmal…😀 Nur heute ohne Nebel.

Nach einer ausgiebigen Dusche am Morgen und einem warmen Kakao verließen wir Ribadeo mit dem Zug um 11.30 in Richtung Oviedo. 
Und ich sage es immernoch gerne : 

BUEN CAMINO 💖👣💖🐾👫🐕🎉

Und dann ist man plötzlich da…..

Die letzte Nacht war muckelig warm. Die Herbergsmutter gab es eine grosse dicke Wolldecke und so murmelten wir drei uns ein. Morgen ist es soweit, morgen kommen wir an, in Santiago de Compostela. 

Um halb 6 waren wir beide hellwach. Wir standen auf packten alles zusammen und waren fertig noch bevor ein einziger anderer Pilger zu sehen war. Wir frühstückten gemütlich und brachen im Nebel auf zu unseren letzten 10 Kilometern. Das Wetter war kalt und es begann zu nieseln. Ich hoffte die Sonne wartete auf uns in Santiago. 

Wir erreichten den Berg der Freude. Es heißt, das hier die Pilger mit Gefühlen der Freude übermannt wurde, weil man von hier oben den ersten Blick auf Santiago hat. Wir sahen nichts ausser Nebel 😂

Zusammen mit Clarissa aus Österreich liefen wir von hier die letzten Kilometer. Ich fühlte mich komisch….es war eine Mischung zwischen Aufregung und keine Ahnung. Es waren komische Gefühle die in mir aufstiegen. Gegen 9.15 erreichten wir den Ortseingang von Santiago. 

Wir hatten es geschafft….wir waren da. Noch 3 Kilometer waren es jetzt noch bis zur Kathedrale. Nun stieg die Aufregung und die letzten Meter verflogen nur so dahin.

Wir liefen durch die schöne Altstadt und folgten eifrig den Muscheln am Boden. Kurz vor der Kathedrale durch liefen wir ein Tor. Hier stand ein Mann mit einer Gitarre und spielte das Lied Imagine von John Lennon. Passender ging es nicht und eine üble Gänsehaut umhüllte meinen ganzen Körper. Wer das Lied nicht kennt, sollte es auch unbedingt mal anhören. 

Und dann war es soweit, 

….wir waren da. Wir standen vor der Kathedrale und umarmten und vor Freude. Wir schauten wir zwei Kleinkinder und wussten erstmal nichts zu sagen. Und dann war der Gauner auch schon vorbei. Es wurde plötzlich laut und wuselig…weil Massen an Touristen in Reisebussen angekarrt wurden. Nun wollten wir von dem Ort, der unser Ziel für die letzten 6 Wochen war, ganz schnell weg. Und so verschwanden wir in eine ruhige Ecke. Ich wollte mir die Pilgermesse anschauen aber der Eintritt wurde mir wie vielen anderen Pilgern verwehrt. Die Kathedrale war voll. Voll mit Touristen….ein wenig enttäuscht schlenderte ich zurück zu den Jungs. In diesem Moment begriff ich, dass es total unwichtig ist. Ich brauche keine Messe, ich mache jeden Tag meine eigene. Ich bin diesen langen Weg gelaufen und es hat sich viel in mir getan. Meine Erlebnisse und Erfahrungen der letzten Wochen werde ich wie einen Schatz in mir aufbewahren und ihn hoffentlich nicht im Alltag verlieren. 💖 

Eins kann ich euch aber jetzt schon versprechen …das war nicht mein letzter Camino.😀

BUEN CAMINO💖👣💖🐾

10 Kilometer vor Santiago😇

Die vorletzte Nacht war nicht die Beste. Weder für mich noch für die Jungs im Zelt. Es gewitterte übel und regnete die ganze Nacht durch. Zudem war es super laut da die Herberge direkt an einer Schnellstrasse lag. Die LKWs donnerten quasi direkt durchs Zelt.
Bei mir in der Herberge leuchtete gegen 23uhr, als alle bereits schliefen, ein Pilger hochmotiviert mit seiner Kopflampe wild durch die Gegend. Das war auf jeden Fall ein Topmodel. Das Licht hatte ordentlich Power und so erhellte er den ganzen Raum. Das er damit vielleicht jemanden stören konnte, kam ihm nicht in den Sinn. Denn sein Festival of lights dauerde fast eine halbe Stunde. Irgendwann legte auch er sich zur Ruhe und gab sein ganz besonderes Schnarchkonzert vom besten. Irgenwann schlief ich ein und wurde um 5Uhr morgens vom grausigsten Wecker aller Zeiten geweckt. Die Dame unter mir war eine von der ganz frühen Sorte. Ab da an war an Schlafen nicht mehr zu denken. Kurz bevor ich wieder einschlief, stand der Nächste auf und so weiter und so weiter. Bis 7uhr quälte ich mich herum und stand dann schließlich auf. Am Zelt angekommen begrüßten mich zwei völlig zerknirschte Gesichter. Die Jungs hatten auch nicht die beste Nacht.

In einem schnuckeligen Restaurant begannen wir unseren Tag mit einem Stück Santiagokuchen und einem cafe con leche. Das Wetter war nach wie vor nicht das beste. Schließlich brachen wir auf zu unseren letzten 22km. Nur 3km weiter machten wir wieder Pause. Und das setzten wir den ganzen Tag so fort. Wir hatten uns entschieden erst morgen in Santiago einzulaufen und so bummelten wir im ganz großen Stil.😂 Überall wo es schön aussah gönnten wir uns irgendetwas leckeres und füllten unseren Pilgerpass mit Stempeln. 

Der Weg lief sich heute ganz anders. Trotz einiger Steigungen war alles total easy. Alle Pilger hatten einen besonderen Ausdruck im Gesicht. Man sah ihnen die Freude an, es endlich geschafft zu haben. Einige stießen bereits jetzt schon Jubelschreie aus und mir kamen des öfteren die Tränen. Es war eine ganz besondere Energie die uns auf unseren letzten Kilometern begleitete. Zudem begegnete uns ein Clown der uns sehr zum Lachen brachte.

Und eine klitze kleine Schlange kreuzte unseren Weg. Symbolisch gesehen, steht die Schlange für Heilung, Wiedergeburt, Erneuerung und Kraft. Ziemlich passend, wie ich finde.😊

Letztenlich sind wir circa 10km vor Santiago in der Herberge Lavacolla untergekommen. Unter einem Walnussbaum stellten wir unser Zelt auf und geniesen den restlichen Abend in einer super gemütlichen Wohnküche, in dem auch Santo erlaubt war. 👍
Nun sitzen wir hier, schlemmen das letzte Abendmahl 😂 und sind gespannt was uns morgen erwartet. 

Santiago wir kommen😃 

BUEN CAMINO 🐾💖👣💖

Das Ziel ist zum Greifen nah… (noch 22km)

In Miraz ging es nach einem leckeren Frühstück mit einem besonderen Freund namens Philip😊 aus Neuseeland, wie gewohnt ruhig los. Philip ist 68Jahre alt, sehr weise und half uns in einer blöden Situation einfach so aus dem Nichts. Ihn schickte der Himmel. Dies war eine ganz besondere Begegnung.💖

Bis in den nächsten Ort waren es 25.7km. Es ging durch wunderschönes Weideland und Wälder in Richtung Sobrada dos Monxes.

Zusammen machten wir eine etwas längere Pause mit Nudeln und Baguette. Und unser neuer Freund Philip verwöhnte Santo währendessen mit einer Runde Reiki😊

Nach vielen vielen Kilometern ging es in der mittlerweile zu heißen Sonne weiter. Der Boden war so heiß, dass Santo mal wieder seine Schuhe tragen musste. Der Teer von der Straße blubberte, so heiß war es. Circa 6km vor Sobrado stoppten wir für heute. Neben einem Maisfeld schlugen wir unser Zelt auf und machten es uns gemütlich . 2 süße Vögelchen beobachteten unser Treiben und kamen immer wieder zu uns geflogen und zwitscherten uns fröhlich zu.
Am nächsten Morgen ging es gut ausgeschlafen weiter . Ungewohnt früh starteten wir gehen 8Uhr um der brennenden Sonne wenigstens ein wenig aus dem Weg zu gehen. 

Wir liefen durch Sobrado hindurch und direkt weiter nach Boimorto. Obwohl es lange Zeit auf der Straße entlang ging, war es schön weil diese Straße durch einen schönen Wald führte. Kuhherden kreuzten unseren Weg und Santo lief ziemlich entspannt an ihnen vorbei. Er hatte ja bereits Freundschaft mit ihnen geschlossen 😊.

Unterwegs gab es eine Abkühlung von einem netten spanischen Bauern der unglaubliche 14 Hunde besass. Die uns beim Einlaufen ins Dorf auch alle entgegen kamen. Der Schock hielt sich in Grenzen. Denn der Bauer begegnete uns bereits vorher und erzählte und dass er viele Hunde hat die lieb sind und nicht beißen. Santo war sichtlich angespannt und froh als wir das Dorf wieder verließen 😂. 

Nach knapp 20km (6km vor Arzua) schlugen wir unser Nachtlager, auf einer schönen weiten Wiese auf. Santo genoss einen leckeren Knochen den ich im Supermarkt vom Fleischer geschenkt bekommen hatte und auch wir machten uns ein leckeres Abendbrot. Währendessen genossen wir den schönen Sonnenuntergang hinter den Bergen und gingen ausnahmsweise mal sehr früh zu Bett. 

Am nächsten Morgen packten wir gerade noch rechtzeitig alles zusammen bevor der Regen ohne Gnade vom Himmel prasselte. Wir frühstückten unter dem Schutz einer großen Tanne und pünktlich zum Aufbruch hörte es auf. Auf Santo mussten wir ein wenig warten, denn der betrieb fröhlich Zahnpflege.😀

Gegen 11Uhr erreichten wir Arzua. Hier trifft der Nordweg auf den Camino Frances und das war nicht zu übersehen. Tatsächlich waren es Scharen von Pilgern. Soviele Pilger wie dort, haben wir in den ganzen vergangenen Wochen nicht gesehen. Wir machten es uns in einem Cafe bequem und ließen die Scharen an uns vorbei ziehen. Mittlerweile hatte es wieder angefangen zu regnen. Wir brachen trotzdem auf und schlenderten singend auf unserem Weg weiter. Wir freuten und über jeden Monolithen der uns verriet wie wenige Kilometer es noch waren, bis wir Santiago endlich erreichen.

Gegen späten Nachmittag schlenderten wir gut gelaunt in den kleinen Ort Santa Irene. Hier fanden wir Unterschlupf in der öffentlichen Herberge. Ich schlief im Bett und die Jungs kuschelten sich ins Zelt. 
Von hier bis Santiago sind es nur noch 22km 😆 Ich kanns kaum glauben. 

Das Ziel ist nun endlich zum Greifen nah.

BUEN CAMINO 🐾💖👣💖

Galicien und seine Horrorhunde… (noch 87km)

Es sind einige Tage vergangen seit unserem Aufbruch nach einer äußerst kalten Nacht bei der lieben Künstlerin Carmen. Seitdem haben wir auch keine Herberge mehr von innen gesehen. Die Etappen bzw größeren Orte lagen teilweise mehr als 20km voneinander entfernt. Und so suchen wir uns Tag für Tag einen Platz unter freiem Himmel. Was sich hier in Galicien äußerst schwierig gestaltet. Hier gibt es unzählige halb ausgestorbene Dörfer aber dafür jede Menge agressive Hunde. Aber dazu später mehr.😉 

Galicien wirkt auf mich total mystisch. Überall sieht man Ruinen die unter Tonnen von Moos hervor luken und verraten das hier mal jede Menge Leben war. In den Wäldern grenzen unzählige Steinmauern Gelände ab auf denen nichts mehr wächst als Gras.

Nur die Fantasie selbst verrät dir was hier einst los war. Die Wälder stecken voller Geheimnisse. Du läufst und plötzlich stehst du mitten im Wald vor einer beeindruckenden Kirche.

Rings herum nichts außer Wald und ein plätschernde Bach mit einer üppigen Quelle. In der wir im übrigen unsere Wäsche wuschen. Wer brauch schon Waschmaschinen 😂😂😂 

Santo machte heute mal nähere Bekanntschaft mit einer Kuhherde. Normalerweise sind die Zäune sehr tief. Aber nicht dieser und so schoss Santo voll auf die Herde zu und machte ordentlich Wind. Ich hab ein wenig Angst gehabt weil ein Bulle ihm ziemlich nah kam. Aber Santo machte sich einen Spaß draus und flitze im zick zack hindurch. Danach trottete er etwas mühselig hinter uns her.

Kommen wir zum nicht so schönen Teil. Die Horrorhunde!!! Seit unserem Start in Irun haben wir ja gelernt, spanische Hunde haben sehr viel Temperament. Besonders die Hunde, auf den Grundstücken die unseren Weg kreuzen. Hier in Galicien sind sie brutal agressiv und meistens nicht sicher hinter einem Zaun. Meistens sind sie an Ketten die dennoch sehr nah bis an den Weg reichen. Beim vorbei gehenden Pilger gibt es schon Theater aber wehe der Pilger hat noch eine Fellnase dabei. Ich habe so etwas noch nie erlebt und verstehe wirklich nicht was hier los ist. Wir versuchen natürlich so schnell wie möglich an ihnen vorbei zu kommen, aber drei Meter weiter wartet bereits der Nächste. Die letzten zwei Tage waren der absolute Horror. Wo es nur ging sind wir auf die Landstraße ausgewichen um diesem Horror zu entgehen. Dennoch bleiben diese Begegnungen nicht aus und wir sind mächtig genervt. Gestern dann die absolute Krönung des Horrors. Agressive Hunde OHNE Leine. Aus dem nichts kommt ein zähnefletschendes 40Kilo Tier auf uns zugerast. Philipp stellte sich ihm laut brüllend in den Weg und drückte ihn mit dem Stock zurück. Ich hatte eine scheiß Angst und lief so schnell es ging mit meinem mittlerweile auch bellendem und zerrendem Santo an ihnen vorbei. Der absolute Horror..
Wir hatten uns gerade beruhigt, da schießt ein freilaufender Schäferhund mit fletschenden Zähnen auf uns zu. Ich dachte echt ich bin im falschen Film. Nach weiteren 4km mit etlichen Hundebegegnungen brach ich auf einer Wiese heulend zusammen. Das war echt zuviel für mich. Ich hatte keine Kraft mehr. Wir beschlossen direkt hier zu bleiben. Schließlich hatten wir bereits 24km hinter uns und waren eigentlich schon auf der Suche nach einem Schlafplatz. Der Himmel schenkte uns noch eine Jakobsmuschel aus Wolken und dann ging es ab ins Bett.

Am nächsten Morgen ließen wir es gewohnt ruhig angehen. Nach einem Erdbeermarmeladenfrühstück brachen wir guter Dinge auf. Auch heute liefen wir die meiste Zeit über die Landstraße um den Horrorhunden zu entgehen. Es blieb jedoch nicht aus, aber lange nicht so schlimm wie am vergangenen Tag. Bis es Nacht wurde. Wir schlugen unser Zelt auf einer Wiese in der Nähe eines klitzekleinen Ortes auf. In der Nacht wurden wir von einem heftigen Hundegebell mehrerer Hunde geweckt. Es zog sich über eine Stunde. Die gaben einfach keine Ruhe. Ich dachte bei mir, was haben die denn nur? Bis das tiefe Bellen eines Hundes plötzlich näher kam. Und immer näher, bis wir begriffen das hier ein streunernder Hund unterwegs war. Ich schiss vor Angst fast ins Zelt und betete das Santo ruhig blieb. Das tat er auch mit einer Drehung auf die Seite und totalem Desinteresse. Der bellende Hund verschwand immer mal wieder und plötzlich war er wieder direkt hinter unserem Zelt. Philipp riskierte einen Blick durch den Lüftungsschlitz und ihm stockte der Atem. Der ist groß und vielleicht fünf Meter entfernt mit Blick auf uns, waren seine Worte. Wir überlegten was wir tun sollen. Irgendwann öffnete Philipp  das Zelt und bewaffnete sich mit Pfefferspray und in diesem Moment verschwand er und kam auch nicht wieder zurück. 
Ich kann euch sagen, ich habe so was von die Schnauze voll. Das glaubt ihr gar nicht. 

Heute sind wir in Miraz angekommen und sind zu unserer Freude in einer Herberge untergekommen wo Hunde erlaubt sind. Das heißt wir beide haben ein muckeliges warmes Bett und Santo darf auch mal kuscheln kommen. Nachts ist es hier nämlich bitter kalt und unsere Schlafsäcke sind viel zu dünn. 🙈

Im übrigen sind es von hier noch 87km bis Santiago. 👍Kurz vor dem Ziel werden wir doch nochmal stark herausgefordert.

BUEN CAMINO🐾💖👣💖

Etappe 30+31 von Ribadeo nach Maariz (km681)

Tatsächlich haben wir es geschafft im Morgengrauen aufzubrechen.🎊 An diesem Morgen begrüßte uns ein starker Nebel, der die halbe Brücke bereits verschlungen hatte. 

Um 7:30 waren wir bereits unterwegs und hatten einiges vor. 20km sollten es mindestens werden. 😀 Raus aus Ribadeo führte der Weg ununterbrochen durch den Wald. Santo konnte nur wenig frei laufen da es eine Straße war der wir folgen mussten. 

Irgendwann erreichten wir ein kleines Dorf mit einem kleinen Bach. Hier machten wir Pause und Santo konnte sich im kühlen Nass erfrischen. Denn mittlerweile ballerte die Sonne wieder von Himmel. Nach unserer Pause ging es zur Abwechslung mal wieder einige Höhenmeter nach oben. Galicien will uns nocheinmal so richtig quälen. Und so krochen wir dem Horror entgegen.Lange nicht so schlimm wie im Baskenland, aber dennoch anstrengend. Wir haben jetzt 5Wochen hinter uns und merken es in jedem Muskel was wir hier so jeden Tag durch die Gegend schleppen. 

Wir haben angefangen Lieder zu dichten und so sangen wir dem Schmerz entgegen und schafften auch diesen Berg.

Nach 21km erreichten wir den kleinen Ort Gontan. Hier gab es eine kleine Herberge. Nur ausser ein paar Pilgern war keiner mehr da.Die Frau die diese Herberge betreute war gerade weg. Ich fragte die anderen Pilger bezüglich Santo, was kein Problem war und so hatten wir heute mal ein weiches Bett.😊

Das nutzten wir natürlich aus und schliefen viel zu lang. Erst gegen 10Uhr brachen wir auf, wie immer Bummelletzter.☺ Heute ging es weiter durch die Berge. Ich sah ein wundervolles Pferd was mich mit seiner Schönheit tief berührte.

Heute war wieder einer dieser Tage an denen mich die Natur immer wieder überraschte. Oft blieb ich stehen um einfach nur zu schauen. Wie jeden Tag naschten wir Brombeeren und lachten über Santo der irgendwie genervt aussah weil wir ständig stehen blieben. 

Irgendwann fing es an zu regnen und so schmissen wir unsere Ponchos über und liefen weiter.

Das einzige blöde an diesem Tag war, das wir vergessen hatten Lebensmittel zu kaufen und nun nicht ein Dorf mehr kam in dem man etwas kaufen konnte. Es wurde immer später und uns knurrte mächtig der Magen. Der einzige der satt war, war unser Santo. 😊 Schon vor Wochen hatten wir uns angewöhnt für genau so einen Fall immer Trockenfutter dabei zu haben. 

Mit leerem Magen machten wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz und trafen auf die kleine Albuerge von Carmen. Carmen ist eine Künstlerin und lebt autark in ihrem wundervoll her gerichtetem Bauernhaus.

Hier bietet sie 8Pilgern eine Übernachtungsmöglichkeit. Natürlich waren alle Plätze belegt aber sie ließ uns unser Zelt im Garten aufschlagen. Zu unserer großen Überraschung und Freude gab es ein gemeinsames Abendessen. Ich bot ihr meine Hilfe an und so schnippelte ich das Gemüse aus ihrem Garten in kleine Stücke für einen leckeren Gemüsenudelauflauf. Gemeinsam aßen wir zu Abend und tranken im Abendlicht noch ein Glas Wein. Das alles im übrigen auf Spendenbasis. Wirklich toll was diese Frau hier leistet. Irgenwann verabschiedeten wir uns von der netten Truppe und verschwanden satt und glücklich ins Zelt. 
Und wieder einmal, ließ der Camino uns nicht im Stich. Mit Carmen schenkte er uns einen weiteren Caminoengel zur richtigen Zeit. 

Danke💖 

BUEN CAMINO 💖👣💖🐾